Blutuntersuchungen / Blutdiagnostik

Aus einer einzigen Blutprobe können eine Fülle an Informationen gewonnen werden. Die Blutdiagnostik ist ein sich ständig weiterentwickelndes Feld welches immer präzisere Diagnosen erlaubt.
Blutuntersuchungen umfassen z.B. Blutbild (d.h. Blutzellen), Bluteiweisse, Stoffwechselparameter oder Gerinnung. Blutuntersuchungen tragen zu zuverlässigen Diagnosen bei und unterstützen die Kontrolle von Krankheits- oder Therapieverläufen.

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Blutuntersuchungen umfassen unter anderem: das Blutbild, das heißt die Blutzellen, Bluteiweiße, Parameter von Stoffwechsel, Organen, Körperabwehr und Gerinnung. Blutuntersuchungen tragen oft entscheidend zu zuverlässigen Diagnosen bei und geben Aufschluss über Krankheitsverlauf oder Therapieerfolge. In der Regel werden für eine aussagekräftige Blutuntersuchung 2-3 ml Blut vom Patienten benötigt. Der Vorteil von Blutuntersuchungen liegt unter anderem darin, dass mit nur einer Probe eine Vielzahl unterschiedlicher Test und Verfahren angewendet werden können – also auch verschiedene mögliche Ursachen untersucht werden.  

Die Ergebnisse aus verschiedenen Blutuntersuchungen lassen beispielsweise für die Präventivmedizin wertvolle Rückschlüsse zu. So kann bei Diagnose kardiovaskulärer Risiken wie Herzinfarkt oder Schlaganfall bzw. die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) frühzeitig eine entsprechend vorbeugende Therapie angesetzt werden. Außerdem finden sich bei Blutuntersuchungen oft Hinweise auf oxidativen Stress, nitrosativen Stress, Schilddrüsen- oder Hormonauffälligkeiten, Rheumafaktoren oder Anhaltspunkte für Osteoporose. Diesen Krankheitsbildern kann somit frühzeitig durch Laboruntersuchungen und entsprechend entgegengewirkt werden.


Stuhl
untersuchungen / Stuhldiagnostik

Die klassische Stuhluntersuchung prüft die Stuhlproben des Patienten auf verschiedenste Parameter.  So lassen die Ergebnisse der Stuhluntersuchungen Rückschlüsse auf spürbare oder verborgene Erkrankungen im Verdauungssystem zu.

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Mit mikrobiologischen Laboruntersuchungen der Stuhlprobe werden nicht nur krankheitserregende Parameter überprüft. Der Darm ist auf eine Vielzahl nützlicher Bakterienstämme angewiesen. Unregelmäßigkeiten in der Balance zwischen nützlichen und belastenden Bakterien werden bei Stuhluntersuchungen vorrangig analysiert. Weiter werden bei mikrobiologischen Stuhluntersuchungen auch das Auftreten von speziellen Pilzen, Viren oder Parasiten bestimmt. Diese sind oft Ursache für Durchfallerkrankungen. Ziel ist die Erstellung eines sog. Ökogramms, einer Auflistung aller relevanten „guten“ wie „schlechten“ Darmkeime.

Als Ergänzung der unverzichtbaren mikrobiologischen Untersuchungen kann die genetische Testung auf spezielle Erreger des Mikrobioms gelten. Seit 2018 bieten wir diese ebenfalls an.

Ebenfalls kann der Stuhl auf Blutbeimengungen untersucht werden. Hinweise auf Blutungen lassen bei den Stuhluntersuchungen Rückschlüsse auf akute oder chronische Entzündungen zu.

Entzündungen treten meist bei Erkrankungen wie Reizdarm, Zöliakie, Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa auf. Hellere Stuhlproben können auf Ausblutungen in den mittleren bzw. unteren Darmregionen hinweisen. Liegen bei der Stuhluntersuchung sehr dunkle Proben vor kann meist auf einen Entzündungsherd des oberen Darms, Sprich dem Dünndarm geschlossen werden. So genannte okkulte Blutungen sind durch eine reine augenscheinliche Prüfung nicht erkennbar. Erst durch den Einsatz chemischer Verfahren in der Stuhlanalytik sind entsprechende Faktoren zu deuten.

Neben Bakterienkulturen, Parasitenbefall oder Entzündungen lassen sich mit Stuhluntersuchungen noch diverse, weitere Ursachen für Krankheitsbilder im Verdauungstrakt feststellen. Die Stuhldiagnostik ist außerdem in der Lage Allergien, Verdauungsschwäche, Unverträglichkeit von speziellen Nahrungsmitteln oder sogar Krebs zu detektieren.

Gerade diese beiden Erkrankungen, die oftmals jahrelang unbemerkt vorliegen, können massive, nachhaltige Entzündungen an der Darmschleimhaut bis hin zum leaky gut verursachen. Mit einer Stuhlprobe kann man die verschiedenen Unverträglichkeiten testen.
Hier scheint der Neurotransmitter Serotonin eine entscheidende Rolle zu spielen. Da Serotonin zu über 95% im Darm gebildet wird, ist die Analyse am Ort des Geschehens auch besonders sinnvoll und problemlos möglich. Ein Serotoninmangel wird oftmals gefunden bei depressiven Verstimmungen oder Schlafstörungen (sehr häufig ist auch der gemeinsame Nachweis mit einer Histaminintoleranz).
Nach neuesten Erkenntnissen einer von uns durchgeführten Studie scheint ebenfalls ein Zusammenhang zwischen einem Serotoninmangel und Kindern mit einer Entwicklungsverzögerung oder sogar Autismus zu bestehen. Sobald weitere Erkenntnisse vorliegen, werden Sie hier informiert.

Urinuntersuchungen / Urindiagnostik

Für möglichst aussagekräftige Urinuntersuchungen wird im Idealfall der sog. Mittelstrahl des ersten Toilettengangs am Morgen verwendet. Also eine Probe die nicht zu Beginn oder Schluss der Abgabe genommen wird. Mit Urinuntersuchungen können sehr viele spezifische Parameter analysiert werden. Die aus der Urinuntersuchung gewonnene Fakten stellen die Grundlage für eine schnelle und effektive Behandlung dar.

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Urinuntersuchungen liefern in erster Linie Informationen zur Funktion der Niere. So stehen hier routinemäßig die Bestimmung von Markern, die auf Nierenschäden hinweisen, im Vordergrund.
Bei einem Verdacht auf einen Harnwegsinfekt ist die mikrobiologische Diagnostik des Urins die beste Wahl, der sog. Goldstandard. Es werden alle Erreger erfasst und anhand der nachgewiesenen Menge beurteilt und auf Antibiotika getestet.
Ein Zeichen für Diabetes ist unter anderem die Ausscheidung von Glukose aus dem Körper über den Urin. Mit Urinuntersuchungen prüft man unter anderem das spezifische Gewicht einer Probe. Durch Zucker im Urin ist dieses in der Regel erhöht. Außerdem wird hier auf Kentone getestet. Treten diese Ausscheidungen aus der Leber in der Probe auf, ist das ein relativ sicheres Anzeichen dafür, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist ausreichend Insulin zu produzieren. Urinuntersuchungen sind somit ein relativ zuverlässiges Instrument um Diabetes mellitus nachzuweisen.


Immunologie

In der Abteilung Immunologie werden die gängigsten Hormone, insbesondere diejenigen im Rahmen der RIMKUS®-Therapie, täglich analysiert. Zudem eine Vielzahl unterschiedlicher Analysen im Rahmen der Schilddrüsen- und Vitamin- oder Eisenmangeldiagnostik. Ebenso erfolgen hier immunologische Nachweise im Rahmen unserer ausgiebigen Stuhldiagnostik.


Nahrungsmittelallergie-Testung

Wir bieten eine ausgiebige Nahrungsmittelallergie-Testung im Blut an. Meistens wird die Testung im Blut im zweiten Schritt nach auffälligen Stuhlbefund erforderlich. Wir untersuchen die häufigsten Sofort-Allergien (IgE) sowie bis zu 216 Spät-Allergien (IgG). Nahrungsmittelallergien vom Spättyp sind eine der häufigsten Ursachen für Darmschleimhautentzündungen. Hier finden Sie einen Demobefund.

klinische Chemie

in dem Bereich der klinischen Chemie werden die gängigsten Parameter bestimmt, die z.B. im Rahmen folgender Fragestellungen interessant sind:

  • Leberwerte
  • Nierenwerte
  • Fettstoffwechsel
  • Eiweiße
  • Elektrolyte
  • Entzündungswerte
  • und viele andere

Infektionsserologie

  • Borrelien-Antikörper
  • CMV-Antikörper
  • EBV-Antikörper
  • TORCH
  • und viele mehr

Mikrobiologie

Hier steht die mikrobiologische Diagnostik von Stuhlproben auf die mikroökologische Flora  im Vordergrund. Zudem können sämtliche Materialien , die im Rahmen einer Infektionsabklärung untersucht werden müssen, bearbeitet werden. Die gängigsten Materialien sind:

Leider können wir als inhabergeführtes Labor nicht alle Leistungen in Eigenregie anbieten. Aus diesem Grund sind wir Kooperationen mit anderen Laboratorien eingegangen und daher sind wir in der Lage nahezu jeden Laborparameter anzubieten. Die Leistungserbringung und Abrechnung erfolgt ggf. über das Drittlabor.